Italienische Kartoffel-Quark-Brötchen

Letztens war ich auf der Suche nach einen neuem Rezept für Kartoffel-Semmeln, da es am Samstag Burger geben sollte und wir dazu anstatt herkömmlicher Burger Buns lieber Kartoffel-Semmeln verwenden. Das Rezept, das ich letztes Jahr immer verwendet habe, hat mir aber jetzt doch zu viel Hefe. Dank meiner Sauerteig-Dynastie backe ich ja mittlerweile nur noch mit ganz weniger Hefe, und das wollte ich bei den Kartoffel-Semmeln natürlich auch machen. Am liebsten noch mit Lievito Madre, davon hatte ich eh noch viel im Kühlschrank stehen.

Fündig geworden bin ich mal wieder bei “Brotbackliebe… und mehr”, und zwar habe ich die Italienischen Kartoffel-Quark-Brötchen gebacken. Bei dem Rezept hat mich irgendwie die ganze Zusammensetzung angesprochen. Zum einen wird Weizenvollkornmehl in einem Brühstück verquollen. Das habe ich bis jetzt immer nur mit Altbrot oder Saaten/Kernen gemacht. Zum anderen kommt neben den gekochten Kartoffeln auch Quark in den Teig. Als Triebmittel dient sowohl ein Hefevorteig als auch ein am Vortag gefütterter LM.

Am Backtag sind die Semmeln eigentlich ziemlich schnell gemacht. Man muss die gekochten Kartoffeln mit dem Quark pürieren, dann mit den übrigen Zutaten vermischen und nur relativ kurz verkneten. Ich hatte ein bisschen Angst, dass der Teig sehr stark klebt, wie ich es bei Brotteigen mit Kartoffeln schon öfter hatte. Aber zum Glück war das hier nicht der Fall. Er lies sich ohne Probleme falten, dehen und rund wirken. Dafür brauchte ich nicht einmal viel Mehl. Dann wurde er für eine Stunde abgedeckt zur Stockgare gestellt. Ich habe ihn dafür einfach auf der Arbeitsplatte liegen gelassen und mit einem Tuch abgedeckt, damit der Teig nicht trocken wird. Nach den 60 Minuten kann man dann auch schon die Semmeln formen. Ich habe 2 größere Semmeln für unsere Burger geformt und den restlichen Teig dann auf 100g schwere Teiglingen aufgeteilt. Wenn die Semmeln geformt sind, kann man eigentlich direkt den Backofen vorheizen, denn auch die Stückgare dauert nur etwa eine Stunde. Und ich achte immer darauf, dass der Ofen lange genug vorheizt, damit er auch richtig heiß ist. Nach 45 Minuten Stückgare kann man die Teiglingen dann auch schon einschneiden. Entgegen dem Rezept habe ich mich entschieden, die Semmeln über Kreuz einzuschneiden. Einfach weil ich es schöner finde als ein einzelner Längsschnitt. Nach weiteren 15 Minuten kommen die Semmeln dann schon in den Ofen und die meiste Arbeit ist getan.

Nicht einmal eine halbe Stunde später kann man die leckeren Kartoffel-Semmeln dann auch schon aus dem Ofen holen. Schon als ich sie gesehen habe, war ich total begeistert. Sie sehen so schön aus und riechen auch noch so lecker.

Da will man am liebsten sofort reinbeißen. Wir haben sie auch tatsächlich nur kurz abkühlen lassen und dann gleich eine Semmel probiert. Ich kann euch sagen, sie schmecken noch besser als sie aussehen. Innen sind sie richtig schön fluffig und saftig und die Kruste ist dünn und knusprig. Echt lecker.

Und auch zu unseren Burgern haben sie perfekt gepasst.

Wir mögen es tatsächlich lieber, wenn die Burger Buns eine etwas knusprigere Kruste haben. Und da sind die Kartoffel-Semmeln einfach perfekt. Sie sind nicht so extrem knusprig, dass es für Burger zu hart wäre, aber knuspriger als klassische Burger Buns. Aber das ist natürlich alles Geschmackssache. Bei uns hat es sich mittlerweile einfach eingebürgert, dass es zu Burger Kartoffel-Semmeln gibt. Und mit diesem Rezept habe ich auch das perfekt Rezept dafür gefunden. Ich kann es euch nur wärmstens empfehlen. Probiert es aus. Auch wenn ihr keinen LM habt. Im Rezept findet ihr auch eine Angabe dazu, wie ihr den LM durch ein bisschen mehr Hefe ersetzen könnt. So kann das Rezept wirklich jeder machen.

Viel Spaß beim Backen und bis Bald, eure Bici

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