Butter-Hörnchen/Croissants aus süßem Hefeteig

Am Valentinstags-Wochenende habe ich zum ersten Mal Croissants bzw. eine etwas einfachere Alternative, nämlich Butter-Hörnchen, gebacken.

Richtige Croissants werden natürlich aus Blätterteig gemacht. Und genau das hat mich bis jetzt immer davon abgeschreckt, sie selbst zu machen. Denn Blätterteig herzustellen, ist nicht so einfach. Man muss mit Teig und Butter durch Falten möglichst viele Schichten erstellen und diese dann so dünn wie möglich ausrollen. Wichtig dabei ist die richtige Temperatur von Teig und Butter, damit weder die Butterplatte, noch der Teig reißt und sich alles gut verarbeiten lässt. Das funktioniert nur, indem man die Schichten zwischen den einzelnen Faltschritten immer wieder in den Kühlschrank gibt und abkühlen lässt. Man brauchst also viel Zeit und Fingerspitzengefühl.

Als ich bei einer Facebook-Gruppe jedoch immer öfter Bilder von selbstgemachten Butter-Hörnchen gesehen habe, die aussahen wie Croissants, wollte ich das dann doch auch mal selbst probieren. Alle schwärmten immer davon, wie gut sie schmecken und dass es gar nicht so schwer sei, sie selbst zu machen. Also habe ich mir dann doch mal das Rezept angesehen. Es ist das Rezept von “Brotbackliebe und mehr…” für Butter-Hörnchen.

In den Kommentaren fand ich dann noch den Tipp, die Hörnchen am Abend fertig zu formen und über Nacht in den Kühlschrank zu stellen. So muss man am nächsten Tag nur noch die fertigen Teiglinge in den Ofen schieben und hat zum Frühstück frische Croissants. Und so stand fest, mein Schatz bekommt zum Valentinstag frische Croissants oder besser gesagt Butter-Hörnchen zum Frühstück.

Bei dem Hörnchenteig handelt es sich um einen süßen Hefeteig mit Lievito Madre als Triebmittel und einem Hefevorteig, den man mit Milch ansetzt und 4 Stunden gehen lässt. Der Hauptteig muss ca. eine Stunde ruhen, anschließend wird er in sechs Teile geteilt und diese jeweils rund ausgerollt. Um die Butterschichten eines Blätterteigs zu simulieren, werden fünf der sechs Teigschichten mit Butter bestrichen und aufeinandergelegt, sodass ein kleiner Turm entsteht, die 6. Schicht ohne Butter kommt ganz oben auf den Turm. Dieser wird so flach wie möglich ausgerollt und in 12 Tortenstücke geschnitten, welche man dann nur noch zu Hörnchen aufrollen muss.

Ehrlich gesagt, habe ich mir das ganze schlimmer vorgestellt und befürchtet, dass es mit der Butter doch eine ganz schöne Schmiererei wird. War aber halb so schlimm und hat richtig gut funktioniert. Ich konnte das alles ganz entspannt am Samstagabend machen und musste die fertigen Hörnchen dann wie empfohlen nur noch über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Ich war so gespannt auf das fertige Ergebnis und konnte es kaum erwarten die Hörnchen am nächsten Morgen in den Ofen zu schieben und das fertige Ergebnis zu sehen. Zuvor habe ich sie noch kurz bei Raumtemperatur akklimatisieren lassen und mit Eistreiche bepinselt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, oder?

Ich finde sie machen optisch richtig was her. Und sie schmecken so gut, auch wenn man sie nicht 1:1 mit echten Croissants vergleichen kann. Durch den Hefeteig sind sie luftig und locker, und haben eine knusprige Kruste. Im Vergleich zu Croissants fehlt mir persönlich ein bisschen der “Schmelzeffeckt” innen, wenn ihr versteht, was ich meine. Und natürlich bekommt man nicht so eine feine Wabenbildung und Blätterung hin wie bei Croissants. Alles in allem aber eine Top-Empfehlung für eine leckere, einfache und vor allem selbstgemachte Alternative zu Croissants. Gibt es bei uns auf jeden Fall wieder!

TIPP: Wir haben festgestellt, dass die Hörnchen ein paar Stunden später sogar noch besser schmecken. Vor allem weil die Kruste dann etwas weniger kross ist als direkt aus dem Ofen. Beim nächsten Mal werde ich sie also doch am Abend vorher komplett fertig backen und dann über Nach stehen lassen. Ich bin gespannt, was das dann für einen Unterschied macht. Und auch eingefroren und aufgetaut schmecken die Hörnchen super. Einfach direkt aus dem Gefrierfach ein paar Minuten bei ca. 100°C in den Ofen.

Disclaimer: Bei “Nachgebacken” geht es mir nicht darum, die Qualität der Rezepte zu bewerten. Ich möchte lediglich meine Erfahrungen und Ergebnisse teilen und zeigen, wie ich als Brotback-Anfängerin damit zu Recht gekommen bin.

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